Dining with Crocodiles // The Weekly Update #6

Dining with Crocodiles // The Weekly Update #6

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Hola mis Amigos Queridos,

 

Seid ihr schon mal am Morgen aufgewacht, habt euch aus eurem Moskitonetz gestrampelt, mit verschlafenem Blick auf den Weg zum Frühstück gemacht und im nächsten Moment in die Augen eines Krokodils geschaut? …Nein? Puh, na dann hat euer Herz-Kreislauf ja Glück gehabt. So eine Krokobegegnung am frühen Morgen kann den Adrenalinspiegel schon in unermessliche Höhen treiben, aber glaubt mir, spätestens am zweiten Tag habt ihr euch an den Anblick eures „niedlichen“ neuen Haustierchens gewöhnt und werft nur noch im Vorbeigehen einen vorsichtigen Blick auf seine blitzenden Zähne. Mitten im Dschungel ist es ja schließlich nichts ungewöhnliches, wenn man am Morgen von einem Krokodil zum Frühstück erwartet wird, aber da wir zum Glück nicht selbst als Mahlzeit herhalten mussten, kann ich euch heute ganz ausgelassen von diesem und vielen weiteren Abenteuern in der Wildnis berichten, die wir in der letzten Woche so erlebt haben…

Did you ever wake up in the early morning, crawling out of your moskito net, stumbling on your way to breakfast, rubbing your sleepy eyes and finding yourself face to face with a crocodile in the next moment? …No? Well in that case you missed the shock of your lifetime. Meeting a crocodile first thing in the morning is giving you quite an adrenaline rush but trust me, on the second day you won’t bother anymore and just have a careful look at your “cute” new pet because in the jungle it’s really not that special having a crocodile sitting underneath your front porch, waiting for you to have or become breakfast. After all, we didn’t end up being breakfast nor dinner and so I can use my chance to tell you about all these fun and scary adventures we’ve experienced over this past week in the wilderness. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was haben wir diese Woche gemacht?
 
In dieser Woche ging es mal wieder hoch hinaus. Vom höchsten Flughafen der Welt sind wir nach Rurrenabaque ins bolivianische Amazonasgebiet geflogen und haben dort für drei Tage die Pampas unsicher gemacht. Mit dem Boot ging es tief hinein in den Yacuma Nationalpark, wo wir in einer richtig urigen Dschungellodge übernachtet haben. Ein Abenteuer hat dort das nächste gejagt. vom Schwimmen mit Flussdelphinen, Wandern zu den Anacondas, leuchtenden Krokodilaugen bei einer Nachtfahrt auf dem Rio de Yacuma bis hin zum Piranhafischen – unser Adrenalinspiegel wurde regelmäßig in die Höhe getrieben und wir haben uns gefühlt wie mitten in einer Sendung vom Discovery Channel. 

What have we done this week?


This week we went high up in the air, again. From the highest airport in the world we went all the way to the bolivian amazon jungle in Rurrenabaque where we toured the pampas for three days. By boat, we went far into Yacuma National Park and stayed at a real jungle lodge.  Over there it was really like one adventure hunting the next one. Swimming with pink dolphins, hiking for Anacondas, reflecting crocodiles eyes during a night cruise on Rio Yacuma, or fishing piranhas – we were having one adrenaline rush after another and felt like being life on Discovery Channel.


 

 

 

 

 

 
 
 


Daumen runter: gibts in dieser Woche höchstens für unsere Flugverspätung am Mittwochmorgen, aber selbst das war nicht der Weltuntergang, sondern nur ein bisschen ärgerlich. Immerhin hatten wir uns bereits um 5Uhr morgens aus dem Bett gequält und mussten aufgrund der Höhe von 4200m am Flughafen in El Alto gegen den Brechreiz ankämpfen, aber als unser Flugzeug dann drei Stunden später endlich flugtauglich war, waren wir wieder ganz guter Dinge und gespannt auf unser bevorstehendes Abenteuer im Dschungel!


Thumps  down: for our flight delay on Wednesday morning. I know, such things happen and it doesn’t mean the end of the world but getting up at 5am plus having a strong nausea from 4200m of altitude made it kind of hard to stay positive. However, three hours later, our plane was finally ready to depart and off we went to the jungle!


 

Daumen hoch: für unseren Tourguide Gilbert von Flechatours in Rurrenabaque, der wirklich alles über den Dschungel, die Pampas und seine menschlichen, wie tierischen Bewohner wusste. Wie ein Genie beherrschte er das verwirrende Flussnetz und orientierte sich anhand der Bäume am Ufer, lenkte uns zielsicher durch die engsten Stellen, spielte todesmutig mit unseren Hauskrokodilen und ist sogar um 4:30Uhr für uns aufgestanden, um uns hinaus auf den Fluss zu fahren, sodass wir den Sonnenaufgang über dem Wasser sehen und hören konnten, wie sich die Geräuschkulisse mit Anbruch der Morgendämmerung verändert. Selten hatten wir so einen engagierten und vor allem motivierten Guide, der wirklich jede Frage beantworten konnte und deswegen lautet mein Tipp an euch, mal bei dieser Reiseagentur vorbeizuschauen, falls ihr nach Rurrenabaque kommen solltet.

Thumps up: for our tour guide Gilbert from Flechatours in Rurrenabaque who knew everything about the jungle, the pampas, its animals and human inhabitants. Like a genius, he maneuvered our boat through the tricky water labyrinth, orienting himself at the trees and the position of the sun. Like a madman, he toyed around with our pet crocodiles, got up at 4:30am to take us out on the river to see the sun rising over the water and to hear how the noise changes at daybreak. I rarely ever had a tour guide who was as commited and motivated and happy to answer all our questions. Thus I can strongly recommend booking with this agency in case you’re planning to go to Rurrenabaque in the future.
 

 

 

Highlight der Woche: war eine kurze aber wunderschöne Begegnung mit zwei Tucanen, die sich über unseren Köpfen im Geäst niederliessen, für fünf Sekunden da verweilten und dann majestätisch wieder davon schwebten. Schon immer habe ich diese wunderschönen Vögel für ihr schwarz glänzendes Gefieder und ihre bunten Schnäbel bewundert und mir gewünscht, sie einmal in freier Natur sehen zu können. Auch wenn es nur ein sehr kurzer Moment war, es war wie ein kleiner Traum der in Erfüllung ging und deshalb mein Highlight der Woche! =)

Highlight of  the Week: was a quick but wonderful encounter with a couple of Tucans who sat down in a tree above us for what felt like five seconds until they took off  and flew away again. For years, I‘ve been admiring these beautiful birds with their black feathers and colorful beaks. Seeing them in open nature has therefore been like another dream come true to me, even though it was just for such a short moment.


        

Lektion gelernt:Man muss wirklich nicht jeden Mist mitmachen! Und wenn man sowieso tierische Angst vor Schlangen hat, dann muss man auch nicht unbedingt zwei Stunden lang durch die matschigen Pampas waten, um welche zu finden… Sollte man aber aus irgendeinem dummen Grund doch mal wieder dem Herdentrieb gefolgt sein, dann sollte man das Ganze auch mit Würde durchziehen und so tun, als ob man sich in diesem Moment wirklich nichts Schöneres als so eine ausgelassene Matschwanderung vorstellen könnte. ;-)
 
A lesson learned: You really don´t have to do everything on the agenda! Especially, if you are freaking-scared of snakes, you really shouldn´t take a walk through the muddy pampas looking for anacondas – even if it is on the agenda! However, in case you decided to go with the crowd nevertheless, you shall do so with dignity and pretend it was the best thing to do at this very moment to walk through the damn mud to find damn anacondas you really don´t want to see. ;-)

 


Funfact: 

 
Flussdelphine sind nicht nur unheimlich süß, sondern sie sind auch eine schwimmende Lebensversicherung. Die lustigen Gesellen machen nämlich so einen Krach, dass andere Tiere, so wie Piranhas, Krokodile oder Flussschlangen und anderes gefährliches Getier lieber abhauen. Das bedeutet, dass man dort wo es Flussdelphine gibt auch ohne Angst baden kann, was wir natürlich direkt ausprobiert haben. Leider aber ist es fast unmöglich, sie vor die Kameralinse zu bekommen und deswegen habe ich heute leider kein Foto für euch =(
 
Pink dolphins are not just really cute and special but also a swimming life insurance! These fellows are making such a loud noise that chases away other animals such as crocodiles, piranhas, water snakes and other life threatening creatures. Thus it´s always safe to swim where the dolphins are and so we joined them in the water. Unfortunately though, it´s almost impossible to catch them in front of your lense which sadly means, I don´t have a picture for you this time =( 


Gaumenschmauss der Woche: War meine Palta a la Reina, ein Gericht für echte Avocadoliebhaber mit Hähnchensalat, Mayonaise, Kartoffeln und Gemüse. Einfach aber sehr lecker! Vor zwei Jahren in Cusco habe ich das Gericht zufällig auf der Speisekarte entdeckt, für lecker befunden und mich äußerst gefreut, als ich es auch in Rurrenabaque auf der Speisekarte unseres Restaurants fand. Jetzt muss ich nur endlich mal probieren, es auch selbst nachzukochen…


Treat of the Week: Was the Palta a la Reina I had in Rurrenabaque. This dish, served with chicken salad, mayonaise,  potatoes and other vegetables is simply made for avocado-lovers like me. Two years ago, I first ordered it at a restaurant in Cusco, loved it and so I was super pleased to also find it on the menu in Rurrenabaque this week. Now I just have to try preparing it myself at home…



Eine Tierische Begegnung: der besonderen Art hatte ich in dieser Woche mit Papageidame Polly, die sich ja bereits auf meinem Instagram Account großer Beliebtheit erfreut und deswegen auch hier nicht fehlen darf. Die äußerst charmante Rezeptionistin arbeitet im Hotel Ambaibo in Rurrenabaque und ist stets um das Wohlergehen ihrer Gäste bemüht. Als Mädchen für Alles gibt sie die Bademeisterin am Pool, kontrolliert das Frühstücksbuffet und das Gepäck der Gäste und wenn es sein muss, dann zerbricht sie auch gern mal einen Kugelschreiber. Am Wichtigsten aber sind ihr die tiefgründigen Gespräche mit jedem einzelnen Hotelgast, wofür sie von allen auf Händen getragen wird. Polly ist einfach überall, nur in der Luft findet man sie leider nie. Schon als junge Papageidame hatte man ihr die Flügel gestutzt und sie für immer in ein Leben auf zwei Beinen verdammt, was sie jedoch erstaunlich geschickt meistert. Einen Stich hat es mir trotzdem im Herzen versetzt, als ich einen Tag später eine Gruppe ihrer Artgenossen über uns hinwegfliegen sah. Muss sowas denn wirklich sein? Wie können wir Menschen nur so egoistisch sein, ein Tier auf solch grausame Art und Weise seiner Freiheit zu berauben, damit es nicht mehr fortgehen kann?


A special Animal Encounter this week was Polly, the charming front desk assistant at Hotel Ambaibo in Rurrenabaque, who has become quite popular on my instagram account and therefore has to be mentioned in this post as well. Polly is the most hard-working parrot I’ve ever seen. To please her guests, she is both lifeguard at the pool, front desk assistant, portier and observing the breakfast buffet. She also enjoys having deep conversations with each guest and  breaking a pen once in a while. Polly is everywhere but unfortunately one will never find her up in the air. As a young parrot girl, her wings were cut short and she was banned to a life on two feet which she is still handling gracefully. However, it made my heart bleed when I saw some parrots flying past us on the next day in the jungle and I’m still asking myself why it has to be like that? Why do we humans have to rob animals off their freedom in such a cruel way, only to keep them with us? 


 
Saludos&Besitos,
 
Mandy xx

 

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