My Galapagos Experience

My Galapagos Experience

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Hola mis Amigos Queridos,

Seit gestern Abend sind wir wieder zurück auf dem Festland und meine Erinnerungen an die letzten zehn Tage erscheinen mir zunehmend wie ein Traum. Einmal im Leben auf die Galapagos Inseln fliegen – ich glaube unheimlich viele Menschen auf dieser Welt träumen davon, aber ich habe es vorher ehrlich gesagt überhaupt nie in Erwägung gezogen. Galapagos, das war für mich das Ende der Welt. Das waren in meiner Vorstellung ein paar karge Inseln voller riesiger Schildkröten, die nur von wohlhabenden Senioren auf teuren Kreuzfahrtschiffen besucht werden. Dass ich da überhaupt einmal hinkommen würde und das noch als junge Backpackerin, die gerade eben erst mit dem Studium fertig geworden ist und noch nie einen Vollzeitjob hatte; dass ich dort gemeinsam mit meiner großen Liebe die erste Kreuzfahrt meines Lebens machen würde – das erscheint mir immer noch ziemlich verrückt. Aber es ist passiert! Die volle Speicherkarte in unserer Kamera lässt da keine Zweifel aufkommen. Wir waren tatsächlich auf den Galapagos Inseln und was wir dort alles erlebt haben, wird bestimmt noch unsere Urenkelkinder zum Staunen bringen.

Als wir uns nur wenige Tage zuvor dafür entschieden hatten, dieses Abenteuer zu wagen, war weder mir, noch Luis überhaupt klar, was uns auf Galapagos eigentlich erwarten würde. Meine Vorstellung reichte wie gesagt kaum über das Bild von ein paar Inseln voller Riesenschildkröten hinaus und so schwirrten mir tausend Fragen im Kopf herum. Wie würde es da aussehen? Was kann man da überhaupt machen? Ist es da kalt, so mitten im Pazifik? Müssen wir vorher ein komplettes Tourenpaket buchen? Können wir uns das überhaupt leisten? Wie soll ich mir das Ganze denn überhaupt vorstellen? Fragen über Fragen, auf die wir selbst in den unerschöpflichen Ressourcen des Worldwide Web keine eindeutigen Antworten gefunden haben, also blieb uns nichts anderes übrig, als es einfach auf uns zukommen zu lassen.

Schon bald nach unserer Ankunft wurde uns klar, wie primitiv unsere Vorstellungen im Verhältnis zur Wirklichkeit gewesen sind, doch das nicht etwa ohne Grund. Galapagos ist auf solch eine Art einzigartig, die sich weder mit Worten, noch mit Bildern eindeutig wiedergeben lässt und gerade das macht diese Inselgruppe mitten im Pazifik so besonders. Kein Blogpost oder Bildband dieser Welt hätte uns auf das vorbereiten können, was wir dort mit eigenen Augen gesehen haben. Entgegen meiner Erwartungen, ist es auf Galapagos sogar ziemlich warm, und die Landschaft gleicht teilweise einem typischen Südseeparadies mit Palmen und weißen Sandstränden, auf der anderen Seite, gibt es aber auch die felsigen Vulkanlandschaften mit sehr spärlicher Vegetation, die ich bereits von Bildern kannte. Das Meer dort ist rau und kann je nach Jahreszeit recht warm, aber auch kalt sein. Fast die gesamte Fläche des Archipels gehört zum Nationalpark und steht unter dem Schutz der UNESCO.

Nicht mal meine kühnsten Vorstellungen hätten sich so ein wundervolles und einzigartiges Naturparadies erträumen können, wo man so viele ungewöhnliche Tiere auf einmal sehen kann. Innerhalb von zehn Tagen sind wir mit Seelöwen, Humboldtpinguinen, Wasserschildkröten und sogar Haien im Meer geschwommen, haben Pelikane, Blaufußtölpel und Fegattvögel in der Luft und an Land beobachtet und unzählige Fotos von schwarzen Leguanen und ulkigen roten Krabben geschossen. Was uns immer wieder fasziniert hat, war die Furchtlosigkeit, mit welcher sich selbst wilde Tiere dort zwischen Menschen bewegen. Es kommt beispielsweise nicht selten vor, dass man Schlängellinien um schlafende Robben herum laufen muss, weil sie mitten auf dem Weg liegen und sich nicht stören lassen, oder dass man sich auf dem Fischmarkt in der zweiten Reihe hinter einer Horde Pelikane einreihen muss, die ganz geduldig darauf warten, dass ihnen hier und da ein paar Fischreste zugeworfen werden.

Doch selbst im Paradies leben hinterhältige Schlangen und im Fall der Galapagos Inseln scheinen sie alles daran zu setzen, diesen einzigartigen Ort zu zerstören. Meine ursprüngliche Vorstellung von kargen Inseln voller Riesenschildkröten entspricht leider mehr der Vergangenheit, als der Gegenwart, in welcher die gepanzerten Reptilien fast nur noch in Forschungszentren und Aufzuchtstationen anzutreffen sind. So sehr mein erster Eindruck mich davon überzeugt hat, dass hier unheimlich viel für den Naturschutz getan wird, umso mehr haben mich die aktuellen Neuerungen der Gesetze im Bezug auf die Inseln enttäuscht. Seit Jahren gibt man sich hier größte Mühe, dieses Naturparadies zu erhalten, bzw. in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, den der Mensch innerhalb von einem Jahrhundert seit der ersten Besiedlung der Inseln zerstört hat. Ich finde es bewundernswert, mit welcher Gründlichkeit der Nationalpark sauber gehalten wird, wie man versucht, das Eindringen fremder Spezies durch strenge Gepäckkontrollen zu verhindern, um so das Ökosystem zu schützen, und wie sorgsam darauf geachtet wird, dass durch die hohe Anzahl an Touristen keine gravierenden Schäden entstehen. Auf der anderen Seite jedoch, finde ich es befremdlich, dass tausende Tiere, so wie wilde Esel, Ziegen und Kühe, die einst von Menschen auf die Insel gebracht wurden, dafür ihr Leben lassen mussten, da sie das empfindliche Ökosystem der Inseln fast zerstört haben; dass man hier tatsächlich der Meinung ist, durch künstliche Aufzucht die Spezies der Riesenschildkröten retten zu können, obwohl es trotz aller Schutzmaßnahmen noch immer unmöglich ist, dass sich frisch geschlüpfte Schildkröten in der Wildnis behaupten können, und vor allem der neue Gesetzesentwurf der ecuadorianischen Regierung, wonach ab sofort auch Menschen aus dem Ausland auf Galapagos geschäftstätig werden könnten, ist schwer nachzuvollziehen.

All diese Gedanken schwirren mir im Kopf herum, während ich daran zurückdenke, wie ich die Aussicht von unserem kleinen Kreuzfahrtschiff genossen, die sagenhafte Unterwasserwelt beim Schnorcheln bewundert, oder den zweitgrößten Vulkankrater der Welt erklommen habe. Ich denke an die eine einzige Riesenschildkröte in Freiheit, der wir wundersamer Weise begegnet sind. Ich denke an die Besitzer der kleinen Hotelpensionen, der Minimärkte mit ihrem spärlichen Sortiment und an die einfachen Bauern. Ich frage mich, was wohl aus ihnen wird, wenn hier womöglich bald die großen Hotelketten, Supermärkte und Fast Food Restaurants Einzug halten, die schon den ganzen Rest der Welt zieren und hoffe, dass doch noch ein Wunder geschieht, welches diese Entwicklung stoppen kann.

Die Galapagos Inseln sind einfach einzigartig auf dieser Welt – ein Fakt, den man nicht deutlich genug betonen kann! Hier wird jeder Besucher zum Naturforscher und möchte nach seinem Aufenthalt gerne Biologie studieren, um die komplizierten Zusammenhänge des Ökosystems besser zu verstehen und noch mehr über seine einzigartige Flora und Fauna zu erlernen. Eine Reise dahin lohnt sich also für alle Natur- und Tierfreunde, ob alt oder jung, weshalb ich demnächst noch einen weiteren Beitrag über Galapagos hier veröffentlichen werde, indem es mir darum geht, ein paar der allgemeinen Vorurteile aus dem Weg zu räumen und euch mit praktischen Reisetipps auszustatten, die wir vor Antritt unserer Reise selbst gerne gewusst hätten. In Wahrheit werden diese Inseln nämlich schon lange nicht mehr nur von wohlhabenden Senioren, sondern auch von jungen Backpackern besucht. Ein Aufenthalt auf Galapagos ist zwar mit Sicherheit alles andere als preiswert, aber auch nicht unbezahlbar, wenn man flexibel ist, und sich nicht schon vorher mit den überteuerten Preisen der heimischen Reiseveranstalter abfindet. Aber mehr dazu demnächst…

Wart ihr denn schon einmal auf den Galapagos Inseln und habt einen ähnlichen Eindruck gewonnen, wie ich? Oder wollt ihr selbst gern dahin reisen und habt konkrete Fragen? Wenn ja, dann lasst es mich doch bitte wissen und teilt mir eure Fragen oder Gedanken in einem Kommentar, oder einer persönlichen Nachricht mit! 

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Last night, we finally returned to the main land and my memories of the past ten days in Galapagos Are starting to appear more like a dream to me. To travel the Galápagos Islands once in their life is a dream that many people have, I guess – but to be honest, I had never even thought of it, before. To me, Galápagos were these volcanic islands full of giant tortoises and practically at the end of the world, visited only by elderly people on expensive cruise ships. Never ever did I imagine that one day, I would travel there as a young backpacker who has not even graduated yet, nor ever had a real job before; or that I would come together with my love and do my first ever cruise – it still appears too crazy to believe. But it really happened! The full memory card in our camera does not give way to any kind of doubt. We really went to the legendary Galápagos Islands and I’m sure, even our great-grandchildren will be astonished by what we’ve experienced there. 

When we decided to go for this adventure, just a couple of days before departure, we actually had very little imagination of what we were going to expect in Galapagos. As I´ve already mentioned, my previous imagination had never exceeded the common picture of an island full of giant tortoises and so my head was spinning with like a thousand questions. What would it be like? What can you actually do there? Is it cold there, in the middle of the Pacific? Do we have to book a full tour-package in advance? Can we even afford all of this? Questions over questions, which even the worldwide web could not satisfactorily answer, and so there was no other choice than just waiting for what was going to come.

Arriving on the island we quickly realized that our imaginations had been far too narrow, compared to the actual reality of Galapagos´beauty. However, there was a reason to it, because Galapagos is unique in a way that can´t be described by words or contained in pictures. In fact, no blogpost or photo album could have prepared us for what we were going to see with our own eyes. It was all so different from what I had imagined. It was much warmer than I though, and part of the islands really looked like a tropical paradise with palm trees and white sand, while on the other hand, there were also these volcanic rocks with hardly any vegetation that I already knew from pictures that I had seen before. The sea was much rougher than I had ever experienced before and much warmer than I had expected, although I´ve also heard that it tends to get much colder at times. What was most striking to me, though, was the fact that most of the archipel belongs to the National Park, which is protected by the UNESCO and only allows tourists in a few restricted areas. 

Even in my wildest dreams, I couldn´t have pictured such a unique place like this, where I could see so many amazing animals at once. Within just ten days, we swam with sea lions, penguins, turtles and even sharks. We watched birds like pelicans, blue footed Boobies, or fregate birds and took tons of photos of black marine iguanas or funny red crabs. We were fascinated by how close we got to all these animals and how they seemed to have no fear of human beings at all. It happened quite often, for example, that we had to walk zick-zack around a few lazy seals, which were lying in the middle of the paths and couldn´t be bothered at all, or that we had to line up second row behind some hungry pelicans at the fish marked, which were patiently waiting to be fed with some leftover fish. 

However, even in paradise, there are a few sneaky snakes, who are trying their best to spoil a unique place like this. It´s because of them that my original imagination of rocky islands full of giant tortoises was part of the past rather than the presence, in which these lovely reptiles can only be found at research centres or actual tortoise farms. As much as my first impression had convinced me to believe that peope here really do make an effort to protect nature, on the other hand, I was also disappointed by the current movement of the ecuadorian government. For years, people have tried their best to protect the Galapagos Islands and to repair the damaga that has already been done to their fragile eco systems within one century of settlement. I admire how thoroughly the National Park is kept clean, how the rangers are trying their best to keep off strange species that could be dangerous to the local species by checking every piece of luggage, and how it is carefully being watched that the large number of tourists doesn´t lead to any grave damage. However, on the other hand I also found it quite strange to hear about the methods with which humns are trying to restore the Galapagos´original habitat. For example, in order to prevent local species from dying out, thousands of domestic animals that had once been brought by humans and had escaped from their owners, were killed because they posed a thread to the original eco system, or how humans really think that they can prevent the species of the giant tortoise from extinction by raising large numbers of them in captivity until they are old enough to survive in the wilderness, although right now there is no chance for their offspring to survive in their natural habitat. Most of all, though, I am disappointed by the decision of the ecuadorian government to allow foreigners to open their businesses on the Galapagos in the near future and I´m still hoping for a miracle that this new law will be declined. 

All these thoughts are spinning in my head while I´m thinking back on my first ever cruise, watching the amazing world under water while snorkeling, or how I climbed the second largest volcano crater in the world. I´m thinking of the day, we surprisingly met a wild tortoise. I´m thinking of the owners of these lovely little b&b´s, the little grocery stores with their narrow choice of products, or the simple farmers on the islands. I´m asking myself what is going to happen to them, once that the first large hotels, super markets or fast food chains that already cover the rest of the world, open their business in this nature´s paradise?

The Galapagos Islands are unique in this world – a fact that can´t be emphasized too often! Around here, every visitor turns into a little scientist and wants to study biology afterwards, in order to better understand the difficult connections in this ece system and to learn more about its fascinating flora and fauna. A visit to these Island is therefore absolutely worth it – no matter if you´re old or young, which is why I am going to post another article on the Galapagos soon, where I will make up for some of the most common predjudices and give you some valuable advice, which we would have liked to have before going there. Truth is, the Galapagos aren´t visited by waelthy seniors only, but by young backpackers just as well. It sure doesn´t come cheap for anyone to travel here but it is also not unaffordable, as long as you´re flexible and not intimidated by the cruel pricelists of our travel agencies back home…

Have you ever been to the Galapagos Islands and got the same impression as I did? Or would you like to travel there yourself but still have a few questions? Well, if so, please let me know in the comments, or a send personal message and I am happy to get back to you!
Saludos&Besitos,

 

Mandy xx


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