Postcard from Istanbul

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Noch einmal weg. Nur für ein paar Tage. „Wohin?“ „Hmhh, nach Istanbul!?“ „Warum Istanbul?“ „Warum nicht? Da wollten wir doch schon immer mal hin. Und wer weiß, wann wir dazu wieder mal die Gelegenheit haben.“

So, oder so ähnlich trug es sich zu und nur wenige Tage darauf saßen Luis und ich im Flieger Richtung Türkei….

Es folgten fünf herrliche Tage mit entspannten Spaziergängen durch die historische Altstadt. Vom Topkapi Palast bis zur Hagia Sophia haben wir fleißig Sehenswürdigkeiten besucht, gefilmt und fotografiert. Unsere Highlights: die Schifffahrt auf dem Bosporus und Drinks über den Dächern der Stadt, jeweils in traumhaftem Abendlicht.

Unser Lager haben wir in einem charmanten kleinen Hostel mit AirB´n´B Charakter im Bohème-Stadtteil Beyóglu bezogen. Das ist the-place-to-be für das hippe Jungvolk und bietet neben zahlreichen Boutiquen, faul herumliegenden Katzen und verwinkelten Gassen so manchen türkischen Gaumenschmauss. Noch heute läuft mir das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an die vielen süßen Leckereien hinter den Schaufenstern von Hafiz Mustafa denke.

Ein wenig enttäuscht waren wir nur von den Basaren. Kennt man die Souks von Fez und Marrakesh, fehlt es dem Grand Bazaar eindeutig an orientalischer Exotik. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Verkäufer hier weniger geschickt darin wären, einem ihre Ware anzuschwätzen. Bevor wir uns versahen, verließen wir den Basar mit Beuteln voller Tee, Gewürzen und einer Aladdinlampe. Tolle Andenken an eine super-tolle Zeit.

So zwischen Europa und Asien, Islam und westlicher Welt, historischer Vergangenheit und prägender Zukunft – die schöne Metropole am Bosporus hat uns in vieler Hinsicht begeistert und stand mit Recht jahrelang auf unserer Bucket List ganz oben. Wir haben eine wahnsinnig tolle Stadt mit unheimlich freundlichen Menschen kennengelernt und sind froh, dass wir uns für diese Reise entschieden haben. Immer wieder hatten wir davon gesprochen, dass unsere nächste Reise auf jeden Fall nach Istanbul führen sollte. Die zunehmend schwierige Sicherheitslage lies uns jedoch zögern und das möglicherweise zu recht, und dann doch wieder zu unrecht. Schließlich haben wir uns selten an einem fremden Ort so sicher gefühlt.

Nur vier Tage nach unserer Abreise erfolgte das Attentat am Atatürk Flughafen und riss mehr als 40 Menschen in den Tod. Schockierend für uns, denn nur kurz zuvor waren wir selbst da. Schockierend, weil uns die zusätzlichen Sicherheitskontrollen ein gutes Gefühl gaben und anderen kurz darauf zum Verhängnis wurden. Schockierend, weil wir so tolle Erinnerungen an diese Stadt haben, die andere nun mit Angst und Schrecken verbinden.

Meine tollen Urlaubserlebnisse mit euch zu teilen hielt ich in dem Moment für pietätlos. Artikel mit meinen Reisetipps wären einer Ode an den Sarkasmus gleichgekommen. Euch angesichts der aktuellen politischen Lage eine Reise in die Türkei zu empfehlen, empfinde ich als schlichtweg falsch. Und dennoch möchte ich heute endlich ein paar Eindrücke mit euch teilen: meine Eindrücke, die so rein gar nicht mit dem übereinstimmen, was ihr derzeit in den Medien über Istanbul erzählt bekommt.

Ich möchte euch das Istanbul zeigen, was noch vor wenigen Wochen mit meinen eigenen Augen gesehen habe: eine Stadt voller Leben und Freude, in der jeder alles sein kann. In der Hoffnung, dass es irgendwann wieder so sein wird.

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Let´s just get out of here, again. Only for a couple of days. „But where to?“ „Hmhh. What about Istanbul?“ „Well, why not? Since we´ve always wanted to go there. Plus, you never know if there´s gonna be another chance.“ 

That pretty much sums up our conversation just a couple of days before we sat on the plane to Turkey.

The following five days, we spent strolling through the historic centre. We we were busy, visiting the major sights including Topkapi Palace, the Blue Mosque and Aya Sofya, filming and taking pictures. Our highlights: taking the Bosporus-Ferry and enjoying some drinks above the city´s rooftops – each one at sunset.

We stayed at this charming little hostel in the boheme neighborhood of Beyoglu. It´s the place tob e for the young and hip, as it offers countless bars, coffeeshops, boutiques, sleeping cats, twisty alleyways and finest turkish cuisine. It still makes my mouth water, thinking of all these sweet treats behind the window front at Hafiz Mustafa.

It was only the Grand Bazaar that failed tocatch our excitement. Knowing the souks of Fez and Marrakesh, the Grand Bazaar in Istanbul rather feels like an empty department store. However, that doesn´t mean the vendors are any less skilled at making you want to buy their product. In the end, we left the bazaar with bags full of tea and spices and an Aladdin lamp, which is just so beautiful. A really cool souvenir, of an absolutely amazing trip.

Situated between Europe and Asia, Islam and the Western world, historic past and formative future – the pretty Metropopolis has fascinated us in every aspect and absolutely justified holding the pole position on our bucket list for years. We were really lucky for having the chance to get know such an inspiring place with such friendly people and I must admit that were were pretty happy with our decision to travel there. We had literally been planning this trip for years. Given the unlucky circumstances, however, we were not sure whether it was the right time, which actually it wasn´t. Although that doesn´t go without saying that we´ve rarely ever felt this safe at a new place. 

The attacks at Atatürk airport happened just four days after our departure. Shocking, because weh ad just been there ourselves. Shocking, because the additional security checks at the entrance made us feel safe, but only four days later that´s were people died. Shocking, because we have such fund memories of this place that is now connected with panic and fear.

Sharing my great travel experience would have been inappropriate at that time and I still think it would rather be sarcastic to publish articles with my travel tips. Given the current political situation, it´d just feel wrong to recommend you to travel to Turkey. But still, today I finally want to give you an impression: my impression of Istanbul. Athough it may not match the image you´re currently shown on the media.

I want to show you the Istanbul that I got to know just a few weeks ago: a city full of life and happiness, in which anybody can be anything. Hoping that it will be the same again, one day.

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