Road Trip to Sahara Desert Vol. I: Aït Ben-Haddou-a real Hollywood Star!

Road Trip to Sahara Desert Vol. I: Aït Ben-Haddou-a real Hollywood Star!

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Hola mis Amigos Queridos!
Heute möchte ich euch über den ersten Tag auf unserer langen Fahrt von Marrakech bis zur Saharawüste berichten, an dem wir das alte Berberdorf Aït Ben-Haddou besuchten und viele viele Kilometer zurückgelegt haben. Die meisten von euch scheinen ja zu glauben, dass die Entfernung von Marrakech bis zur Sahara kaum mehr als einen Katzensprung weit ist aber dass dem absolut nicht so ist und dass es dazwischen noch soviel mehr zu entdecken gibt, werde ich euch heute und in den kommenden Blogbeiträgen zeigen.
Quasi mitten in der Nacht wurden wir von einem Guide im Hostel abgeholt und quer durch die verschlafenen Gassen von Marrakechs alter Medina zum Sammelplatz geführt, wo die Touren in den Atlas starteten. Recht lange hat es gedauert, bis es endlich losging aber alles andere hätte uns auch stark verwundert. In Marokko geht es schließlich immer erst dann los, wenn der Marokkaner “Yallah!” brüllt und das dauert eben meist ein Weilchen…Nachdem wir uns dann einmal in Bewegung gesetzt hatten, sind wir auch gleich mehrere Stunden gefahren. Hoch, höher hinauf in die Berge! Gestoppt wurde höchstens für einen morgendlichen Minztee mit spektakulärem Ausblick über die zerklüfteten Felsmassive des Atlasgebirges, welches seinen Namen vom Titanen Atlas erhalten hat, den der Göttervater Zeus einst hierher verbannt hatte. Wollen wir hoffen, dass der Gute auch damals schon den Abstieg in die schönen Täler geschafft hat, die teilweise wie grüne Oasen daherkommen und einen gelungenen Kontrast zu den trockenen Felsmassiven bilden.
Nachdem wir den Tizi n Tichka Pass, den höchsten Punkt auf der Handelsstraße zwischen Marrakech und Ouarzazate mit ca 2260m Erhebung überwunden hatten, erreichten wir wenige Stunden später Aït Ben-Haddou, ein altes Ksar der Sippe Ben Haddou, welche im 11. Jahrhundert die alte Karawanenstraße zwischen Marrakech und Timbuktu kontrollierten. Zunächst betrachteten wir das Dorf aus der Ferne, wo man es dank seiner ockerfarbenen Lehmbauten kaum von der umliegenden Landschaft unterscheiden konnte. Es besteht aus mehreren aneinander gebauten und miteinander verschachtelten Burgen aus Stampflehm, genannt Tighremts. Das hat den Vorteil, dass die Hitze in den teilweise überdachten Gassen kaum spürbar ist. Erhaben und unbezwingbar kommen diese Burgen daher, wie sie sich mit ihren Zinnen und Ecktürmen den Felsen hinaufziehen, auf dessen höchsten Punkt die Ruine einer einst mächtigen Kasbah aus dem 17. Jahrhundert thront. Auch wir sind bis ganz hinauf geklettert und haben beim Verschnaufen den Blick in die Ferne schweifen lassen können.
In den 1970er Jahren wurde das Dorf anlässlich eines Filmdrehs originalgetreu restauriert und erhielt spätestens durch die Aufnahme als Weltkulturerbe in der UNESCO im Jahr 1987 große Bekanntheit. Bisher können wir Aït Ben-Haddou schon in zahlreichen Hollywoodproduktionen, wie Gladiator, Alexander oder Prince of Persiabewundern. Aber genauso wie in Hollywood, herrscht auch hier nicht nur eitel Sonnenschein. Aufgrund der seit Jahren sinkenden Wasserstände und der zusätzlichen Belastung durch zahlreiche Touristenströme, zieht es die ursprüngliche Dorfbevölkerung immer weiter in die Ferne, was den Wandel zum Freilichtmuseum scheinbar unumkehrbar macht. Anstatt der ursprünglichen Handwerkskunst, wie wir sie in Fés bewundern konnten, fanden wir hier in nahezu jeder zweiten Hütte nur die typischen Souvenirs, die viele Händler auf den Großmärkten in Casablanca einkaufen. Doch auch einige Künstler haben sich hier angesiedelt und verkaufen kleine Gemälde oder Skulpturen für gar nicht mal so günstige Preise. Verhandeln lohnt sich dort wirklich immer. Einheimische Bauern gibt es hier leider nur noch wenige. Eine traurige Entwicklung, wie viele kleine Orte sie durchleben, die sich nach jahrelanger Unberührtheit plötzlich großem Interesse des internationalen Publikums ausgesetzt finden. Aufhalten lässt sich diese Entwicklung nur durch Fortschritt. So ist etwa die Errichtung einer Stromleitung in Planung. Das Licht könnte die Jugend möglicherweise zurück nachhause holen – ob Aït Ben-Haddou dann auch weiterhin so attraktiv für Filmproduzenten bleibt, ist fraglich aber einen Besuch wird es auf jeden Fall immer wert sein!
Inzwischen war es Nachmittag und wir fuhren weiter in das ca 30km entfernte Städtchen Ouarzazate, wo sich in den letzten Jahren zahlreiche Filmstudios angesiedelt haben. Die Straße wird auch “Straße der Kasbahs” genannt, weil man links und rechts von ihr immer wieder an einem dieser prächtigen Lehmschlösser vorbeifährt. Von da ging die Fahrt weiter bis nach Zagora, wo wir allerdings nicht anhielten, sondern tief in die Berge hinein, bis zu unserem kleinen Hotel fuhren. Das Glück schien an diesem Tag auf unserer Seite zu sein, denn Luis und ich erhielten das einzige Zimmer mit Balkon und einem funktionsfähigen Heizlüfter Nach einem leckeren Abendmahl mit Musik und Tanz, konnten wir hier gemütlich einschlafen, von verwunschenen Berberschlössern träumen und uns auf den nächsten Tag freuen, an dem wir die Sahara erreichen, auf Kamelen reiten und eine traumhafte Nacht unterm Sternenhimmel verbringen würden. Mehr davon, erzähle ich euch demnächst!
Today, I´m going to take you out on our first day on the road to Sahara desert! Since most of you seem to think that the distance between Marrakech and the actual desert hardly reaches a stone´s throw, I thought it would be great to prove you wrong and to show you that there is so much more to see on the way than just rocks and camels! So join in and let´s discover the “road of the Kasbahs” together!
It seemed like in the middle of the night, when the guides rang the doorbell at our hostel to pick us up for the tour. We were led through the sleepy labyrinth of Marrakesh´s ancient Medina towards the departure point of all Sahara tours. Obviously it then took a long time until we actually departed but on the other hand that´s nothing new in Morocco. As we all have come to know, in Morocco, things only get started once the Moroccan yelled “Yallah” and that is most likely going to take a while…
Well, once we actually departed, we drove for a very long time, up, up, higher up into the mountains. We only stopped for the obvious mint tea, which we got to enjoy together with a stunning view across the red rocks of the Atlas Mountains. Did you know the name actually comes from the Titan named Atlas, who was banned there by Zeus?! Well, If Atlas had managed to find his way down to the valleys that come along like little oases between the dry and jointed mountain ranges, he would have found that his exile was actually pretty close to paradise.
After reaching Tizi n Tichka Pass, the highest point on the route from Marrakech to Ouarzazate at an alteration of 2260m above sea level, we soon arrived at Aït Ben-Haddou, our first destination for the day. This old Ksar that belonged to the clan of the Ben-Haddou, used to be a major checking point on the ancient trade route from Timbuktu to Marrakesh in the 11th century. At first, we got to look at it from a viewing point, from where it was hardly visible in the distance for its ochre-colored mud brick walls, that hardly offer any contrast to its surroundings. Several little mud-brick fortresses that are interlaced with each other make up the village. These fortresses, called Tighremts, are making a highly autocratic and proud impression as they cover the hill upwards, from where the ruins of an even bigger Kasbah back from the 17th century is overlooking the valley. Climbing up there, you might have to catch your breath and while you´re doing so you might even have to catch some more because of the stunning view. From here, you can really observe everything that happens in the valley.
In the 1970´s, the village was originally restored because of a film-production taking place within its walls. From this time on, it has made its path to Hollywood fame, being the set of several well-known movies, such as Gladiator, Alexander or Prince of Persia. In 1987, the UNESCO stepped in as well, declaring Aït Ben-Haddou a world heritage site. Throughout the years its fame among tourists and movie producers continued but as in Hollywood, the sun´s not always shining. Because of the decreasing water level, less rainfalls and the increasing number of visitors, most original inhabitants have already left Aït Ben-Haddou and moved away. A sad development, as it leads to the village´s image of being an open-air museum rather than the cultural heritage it used to be. The effects already have become visible as one can see less of the traditional arts and crafts made there but cheap china-productions instead, which traders buy from the great markets in Casablanca in order to sell them as souvenirs. However, there is still a lot of street art and hand-crafted sculptures being sold throughout the muddy alleyways but one should definitely haggle down the prices! Obviously, that´s what happens to these romantic and untouched places, that suddenly find themselves confronted with a high public interest. The only way to eventually stop this development is to progress. For example, the government is now planning to install electricity, hoping for the light to bring the youth back home. Who knows if it will work, and if Hollywood still likes it then, but either way, it will always be worth visiting!
It was early afternoon by the time we left Aït Ben-Haddou and we continued down the road towards Ouarzazate, admiring the beautiful berber castles, called Kasbahs, along the way. Ouarzazate itself is not much but a little town. It has got itself a name for the many film studios that have settled in its surroundings. After hours on the road, we finally reached our destination for the end of the day, an unexpectedly nice hotel, somewhere off the road from Zagora. The good luck seemed to be on our side, as Luis and I got the only room with a balcony and a heater that was actually working. Moroccan nights are cold but in this night, we slept safe and sound, dreaming of berber castles and our next day, when we would finally reach Sahara desert and spent a night underneath the stars. But more about that soon…
Saludos&Besitos,
Mandy xx

  

   

    

    

   

   

    

   

   

   

 

 

 

 

pictures by me&Luis Miguel Gisbert

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