The Hardest Thing I’ve Ever Done

The Hardest Thing I’ve Ever Done

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In dieser Woche habe ich das wohl außergewöhnlichste Abenteuer meines Lebens gewagt. Fünf Tage lang ging es zu Fuß durch den kolumbianischen Dschungel. Weit weit entfernt von der gewohnten Zivilisation, von Strom, Internet, Klimaanlagen, fließend warmen Wasser und Waschmaschinen, dafür aber viel zu nahe an sämtlichen Wildtieren, vor denen ich eine riesige Angst hatte, entlang von schwindelerregend steilen Abhängen, riesigen Bambusbäumen, giftigen Palmen und Lianen, lernte ich in dieser Woche eine ganz andere Art zu leben und eine ganz ganz andere Seite an mir selbst kennen.

Fünf Tage lang sind Luis und ich in der Begleitung eines echten Wiwa-Indianers durch den Dschungel gelaufen, um die verlorene Stadt Teyuna zu finden, welche mitten in den Wäldern der kolumbianischen Sierra Nevada bei Santa Marta liegt und heutzutage nur noch per Fuß erreicht werden kann. Wie mitten drin in einem echten Abenteurerstreifen, ging es immer weiter hinein in die grüne Hölle. Tropische Hitze, hartnäckige Mücken und nicht zuletzt die enorm steilen Aufstiege machten mir das Leben schwer, aber ich lief, und schwitzte, und dachte einfach nicht darüber nach, sondern lief weiter, immer tiefer in den Dschungel hinein.

Die Nächte verbrachten wir in echten Dschungelcamps. So wie im Fernsehen, nur ohne Insekten zu essen. Gegessen wurde aber trotzdem, was auf den Tisch kam. Die Toiletten rochen wie Pumakäfige, meine Socken leider auch und die Duschen waren eiskalt. Aber nach einem ganzen Tag Wandern durch den Dschungel war das alles war nur halb so wild. Genächtigt wurde im Freien und geschlafen auf muffigen Matratzen, oder Hängematten. Ein Netz schützte vor Moskitos, vor der Nässe jedoch nicht. Wer denkt, dass man nachts im Dschungel seine Ruhe hat, hat sich geirrt. Wie in der Disco ist das, nur dass hier Insekten und Eulen den Ton angeben und alle anderen mit einstimmen. Morgens um 5Uhr aufzustehen war eine Erleichterung. Heiße Schokolade zum Frühstück im Kerzenschein ließen das Ganze romantisch erscheinen, aber direkt danach ging es weiter, immer weiter, immer tiefer in den Dschungel hinein.

Am dritten Tag erreichten wir endlich unser Ziel. Nach einer weiteren gewaltigen Tagesetappe und ein paar hundert glitschigen Felsstufen, konnten wir endlich den Anblick der uralten Inka-Stadt bewundern, die sich majestätisch und von Nebelschwaden umgeben über dem kolumbianischen Dschungel erhebt. Selbst die spanischen Eroberer hatten diese indigene Großstadt aus dem 11. Jahrhundert nie zu Gesicht bekommen – wir aber schon! Was ich vor vier Jahren, als Luis mir das erste Mal davon erzählte, noch für vollkommen absurd hielt, hatte ich nun selbst gemacht – und geschafft! Ich bin gelaufen, fünf Tage lang, immer weiter, immer tiefer in den wilden Dschungel hinein – und habe die verlorene Stadt gefunden!

Erst jetzt, wo wir schon seit einem knappen Tag wieder zurück in der Zivilisation sind, wird mir wirklich bewusst, was ich da eigentlich gemacht habe, dass ich fünf Tage in der Wildnis war, wie selbstverständlich ich auf jeglichen Luxus verzichtet, mich unheimlich angestrengt und oft ziemlich eklig gefühlt habe – und was das eigentlich bedeutet. Ohne es zu bemerken, haben sich meine Ängste dabei in Begeisterung gewandelt: trotz wahnsinniger Höhenangst, bin ich rutschige Abhänge hinauf und hinunter geklettert, habe mich irgendwann auch nachts auf Toilette gewagt und der Möglichkeit getrotzt, dass mich dort ein Jaguar zum Mitternachtssnack erwarten könnte, und als ich am vorletzten Tag doch noch eine gefürchtete Schlange erblickte, war ich sogar viel mehr erstaunt, als verängstigt.

Unterwegs habe ich so einige Wanderer getroffen, die mit ihren Kräften am Ende waren und meinten, dass dies das Härteste war, das sie jemals getan haben. Und es war auch wirklich hart! An manchen Stellen wäre ich am liebsten vor Wut im Dreieck gesprungen, weil der Aufstieg nie ein Ende zu nehmen schien und mich meine letzten Kräfte zu verlassen drohten. Ich habe noch nie so sehr geschwitzt und so dreckige Sachen getragen. Als wir die glitschigen Felsstufen von der Verlorenen Stadt wieder hinabklettern mussten, habe ich fast geweint vor Angst und Erschöpfung und doch bin ich am letzten Tag, als mich ein Mädchen aus Australien fragte, was ich denn zuhause für eine Sportart ausübe, dass ich so schnell die Berge hinaufklettern kann, ganze 3cm Richtung Himmel gewachsen. Ich – die im vergangenen Jahr den Schreibtisch gegen Superfit und seit Beginn unserer Reise Frittierfett gegen Salat eingetauscht hatte! Ja, genau ich habe das geschafft, was für so viele Menschen als das Härteste gilt, das sie je getan haben. Ich bin mit Recht unheimlich stolz auf mich. Die Verlorene Stadt ist nicht länger verloren, denn ich war da!

Habt ihr auch schon mal etwas gewagt, wovon ihr vorher immer gesagt habt, dass ihr das niemals tun würdet? Wie hat sich das angefühlt?

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This week, I´ve experienced the most unusual adventure of my lifetime. I´ve been walking across the colombian jungle for five days. Far far away from the civilization that I´m used to, from electricity, Internet, air condition, hot tab water and washing machines, but far too close to several kinds of wild animals that I´m deadly scared of, walking along nauseatingly steep slopes, gigantic bamboo, poisonous palm trees and lianas, I got to discover a completely different way of living and a completely new side of myself. 

For five days, Luis and I were walking through the jungle, being guided by a real indigenous guide of the Wiwa people and trying to find the lost city Teyuna, which is situated in the forest of the colombian Sierra Nevada, close to the city of Santa Marta and can only be reached by walking. It felt like being right in the middle of an adventure movie, when we walked deeper into the green hell. Tropical heat, very persistent moskitos and after all, extremely steep ascents were giving me a hard time, but I walked, and I sweated, and I just didn´t think about it any further, but walked, deeper and deeper into the jungle.

The nights were spent in real jungle camps. Like those on TV but without having to eat any insects. However, one still had to eat what went on one´s plate. The bathrooms were smelling like puma cages, but unfortunately, so were my socks and the showers were ice-cold. After a whole day of walking through the jungle, though, this all appears half as bad. One would sleep in the open w ilderness with a choice between hammocks or moldy matresses. A net would save you from moskito bites, but there was no shield against humidity. Whoever thought that it was very quite in the middle of the jungle, just got on the wrong path, because it´s indeed much rather like a disco with owls and insects leading the tone and all others joining in. Getting up at 5am comes as a relief. Hot chocolate and candle light breakfast make for quite a romantic atmosphere but afterwards, we hald to walk further, and further, and deeper into the jungle.   

On the third day, we finally reached our goal. After an enourmos hike and a few hundred slippery stairs, we were finally able to marvel at the view of this ancient Inca city, which stands majestically and surrounded by wafts of mist above the colombian jungle. The spanish Emperors never got to see the city – but we did! What I thought was completely absurd, when Luis first told me about hiking to this place like four years ago, I have now done by myself – and I´ve made it! I´ve walked, deeper and deeper into the jungle, for five days – and I´ve found the Lost City!  

Only now that we´ve been back to civilization for about one day, I realize what I was actually doing there, that I´ve spent five days in the wilderness, that I´ve happily missed out on any luxury, that I´ve given my best on a daily basis, and felt pretty miserable at times – and what all of that actually means to me. Without even realizing it, my fears have turned into enthusiasm: despite being insanely afraid of height, I’ve walked up and down a lot of slippery slopes, after a while, I would even dare to go to the bathroom at night, despite the fair chance that I could be awaited for a midnight snack by a Jaguar, and when I even got to see a snake, which had been my worst-case-scenario, I was more excited than scared.

On the go, I’ve met quite a number of fellow travelers, who had almost lost all their power sand therefore exclaimed that this was the hardest thing, they’ve ever done. Well, it really was tough! There were moments, when I was so furious because it seemed like we would never stop going up-hill and I was close to losing my energy. I’ve never sweated this much before and neither did I ever wear such dirty clothes. When we had to walk down the slippery stairs from the Lost City, I was nearly crying with fear and exhaustion, but nevertheless, when an Australian girl asked me on the last day, what kind of sports I was practicing at home, in order to be able to walk up-hill this fast, I grew about two inches into the sky. Me – the one who had exchanged the gym for my desk, last year, or salad for frying fad upon beginning our journey in Soth America! Yes, exactly, I have accomplished what the majority of fellow wanderers likes to call “The hardest thing, I’ve ever done.” I have a right to be proud of myself. The Lost City is no longer lost, because I was there! 

Have you ever done something, of which you first said that you’d never ever do it? What has it felt like?

Saludos&Besitos,

Mandy xx

8 Responses

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