The Most Responsible Thing To Do

The Most Responsible Thing To Do

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Hola mis Amigos Queridos! 

Es war ein ganz normaler Montagmorgen in La Paz, als der kleine Simba in unser Leben kam. Ein kleines, rotgetigertes Fellbündel mit völlig verklebten Äuglein blickte mich über den Tresen an und schon war es um mich geschehen. Meine Vernunft wurde kurzzeitig ausgeschaltet, mein Herz schlug um Längen schneller und es erschien mir fast wie eine Selbstverständlichkeit, dieses kleine, unschuldige Wesen aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Noch am selben Morgen hatte sich der kleine getigerte Kater eng an seine Mama angekuschelt, oder vielleicht mit einem seiner fünf Geschwister gerauft, nichts ahnend, dass er im nächsten Moment für immer von ihnen getrennt, in einen stickigen Sack gestopft und vor einer Tierarztpraxis ausgesetzt werden würde, wo man ihn wiederum im Laufe des Tages an eine hoffnungslos tierliebe junge Frau verschenkte.

Am Nachmittag inspizierte der kleine rotgetigerte Kater sein neues Zuhause und lernte die Vorzüge von menschlichen Katzeneltern kennen. Man konnte sich perfekt auf ihrem Schoß einrollen und rund um die Uhr kraulen lassen. Man musste einfach nur miauen und hatte ihre ungeteilte Aufmerksamkeit sicher. Man konnte fast so gut mit ihnen raufen, wie mit den Geschwistern und am zweiten Tag hatten sie auch endlich eingesehen, dass er schon ein großes Katzenkind war und statt Katzenbabymilch lieber Hühnersuppe aß. Nur auf diese schrecklichen kalten Tropfen, die sie ihm zweimal am Tag ins Auge gaben und diese lila färbten, hätte er wirklich gerne verzichten können.

Auf einmal waren wir also Katzeneltern geworden und hatten rund um die Uhr zu tun. Klein Simba machte uns von Anfang an deutlich, dass er sich auch nichtmal für fünf Minuten allein beschäftigen, nachts auf keinen Fall irgendwo anders, als auf – oder zwischen – uns im Bett schlafen und dass er jeden Verstoß dieser Regeln mit gnadenlos forderndem Miauen ahnden würde. Da gab es kein Entkommen. Wir waren jetzt Eltern und hatten elterliche Pflichten zu erfüllen. Doch schon nach weniger als einem Tag war Simba für uns fast nicht mehr wegzudenken und wir begannen, ein paar Nachforschungen anzustellen. Unser kleines Katzenkind mit zu uns nach Berlin mitzunehmen – ach wie herrlich wäre das! Dafür hätten wir so einiges gegeben, und waren sogar schon bereit, unsere Reisepläne spontan zu ändern.

Aber dazu sollte es leider nie kommen. Die strengen Einfuhrbedingungen von Haustieren nach Europa hätten es zwar theoretisch nicht, aber rein praktisch leider schon unmöglich gemacht, eine so kleine Katze aus Bolivien mitzubringen. Auf der anderen Seite waren da aber auch tausende Gewissensfragen, die uns durch den Kopf gingen. Wollten wir dem Kleinen wirklich so eine lange Reise zumuten? Hätte er sich bei uns zuhause als Wohnungskatze in einer Großstadt überhaupt wohlgefühlt? …

Schon ziemlich bald wurde uns klar, dass wir ihn nicht nur nicht mitnehmen, sondern deshalb auch nicht behalten konnten, und diese Einsicht traf uns wie ein Schlag. Warum wir uns das nicht vorher überlegt hatten, bevor wir ihn mit zu uns genommen haben? Natürlich hätten wir das tun sollen! – aber hätte das was an der Tatsache geändert, dass der kleine Kater völlig hilflos war und dringend jemanden brauchte, der sich um ihn kümmert?

Immer wenn es um die Verantwortung geht, die wir Menschen gegenüber unseren Haustieren haben, sind die Meinungen gespalten. Da sind zum einen diejenigen, die sich ein Tier anschaffen, weil sie es niedlich finden und dann irgendwann wieder abschieben, weil sie merken, dass sie nicht damit umgehen können und auch die Verantwortung nicht tragen möchten, die so ein Tier mit sich bringt. Und das sind auch diejenigen, die auf die Frage, ob sie denn ihre eigenen Kinder auch einfach abschieben würden, wenn sie sich mit ihnen überfordert fühlen, entgegnen, dass das doch etwas völlig anderes wäre, denn ein Mensch ist nunmal was anderes als ein Tier. Diese Art Haustierbesitzer hätte Simba dahin zurückgeschafft, wo sie ihn hergeholt haben und ihn einfach seinem Schicksal überlassen, ohne weiter darüber nachzudenken.
Genau diese Art Haustierbesitzer kann ich allerdings nicht verstehen, denn ich gehöre zu der anderen Sorte, die zwischen Mensch und Tier keinen Unterschied macht und der Meinung ist, dass man für sein Haustier letztendlich dieselbe Verantwortung trägt, wie für sein eigenes Kind. Wenn man mit seinem eigenen Kind nicht gut zurecht kommt und das Gefühl hat, dass einem die Verantwortung über den Kopf wächst, versucht man ja auch sein Bestes, um eine Lösung für das Problem zu finden. So und nicht anders, sollte man es meiner Meinung nach auch mit seinem Haustier tun, denn genauso wenig wie ein kleines Kind, kann auch ein Tier in der Regel nichts für die Überforderung seines Herrchens, ist aber genauso wie ein kleines Kind von seinem Handeln abhängig. Klein Simba wieder dahin zurück zu bringen, wo wir ihn herbekommen haben, in der Hoffnung, dass er von einem anderen tierlieben Menschen mitgenommen wird, hätte sich demnach für uns nicht schlimmer angefühlt, als unser eigenes Kind ins Heim zu geben.

Doch gerade diese Einstellung hat mir im Bezug auf den kleinen Simba eine Menge Gewissensbisse eingebracht, denn genauso wie die erste Sorte Haustierbesitzer, welche ich zuvor beschrieben habe, habe ich eben nicht vorher gründlich darüber nachgedacht, ob ich der Verantwortung für diese kleine Katze gerecht werden kann. Ich wollte ihn einfach nur aus seiner Lage befreien und bin mit der Einstellung herangegangen, dass sich alles Weitere schon irgendwie regeln lassen wird. Ich habe impulsiv gehandelt, was man im Bezug auf Tiere wirklich nie tun sollte! Aber da ich diesen “Fehler” nun einmal gemacht hatte, in der Hoffnung etwas Gutes zu tun, lag es nun auch in meinem Verantwortungsbereich, eine verantwortungsbewusste Lösung zu finden, unter welcher vor allem Simba nicht leiden würde.

Es lief also daraufhin hinaus, dass wir einen neuen Besitzer für ihn gesucht haben, der Simba genauso lieben würde wie wir und das ist uns sogar überraschend schnell gelungen. Bereits die erste Anfrage in Luis Bekanntenkreis war erfolgreich und so konnte Simba direkt in sein liebevolles, neues Zuhause umziehen. Den kleinen süßen Kater praktisch sofort wieder herzugeben, nachdem er gerade mal drei Tage bei uns gewesen ist, war furchtbar für uns und wir haben tatsächlich nicht wenige Tränen um unser Katzenbaby verdrückt, doch die Situation hat es verlangt, dass wir uns mehr um Simbas, als um unsere eigenen Gefühle Gedanken machen. Ihn noch länger zu behalten und erst dann abzugeben, wenn er sich richtig an uns gewöhnt hätte, wäre ihm gegenüber einfach nicht fair gewesen und so kam es, dass wir nach drei Tagen schon wieder ohne Katzenbaby im Bett einschliefen und noch immer daran denken, was gewesen wäre wenn…

Noch heute habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie schnell wir unser kleines Katzenbaby wieder abgegeben haben und manchmal fühle ich mich, als hätte ich damit meine Verantwortung für ihn einfach abgeschoben. Auf der anderen Seite aber, macht es mich glücklich zu sehen, wie gut es ihm bei seiner neuen Familie geht und wie sehr er dort geliebt wird. In den letzten Wochen ist er beachtlich gewachsen, seine Augenentzündung ist verheilt, er ist ordnungsgemäß entwurmt und geimpft wurden. Unser Simba hat ein liebevolles Zuhause gefunden und musste dafür nicht erst über den Atlantik fliegen. Wir haben also auf gewisse Art und Weise doch “die beste Lösung für ihn” gefunden – und das tröstet mich ein wenig, wenn auch nicht ganz, denn oft mache ich mir Gedanken darüber, was wir gemacht hätten, wenn sich nicht so schnell ein liebevolles Zuhause für unseren kleinen Simba gefunden hätte…

Wie seht ihr das mit der Verantwortung gegenüber euren Haustieren? Hättet ihr in meiner Situation genauso, oder anders gehandelt? Sagt mir eure Meinung!

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It was a regular Monday morning in La Paz, when little Simba came into our lives. A tiny, red-tigered fur ball with gluey eyes looked at me across the counter. Within seconds I was unable to listen to any kind of reason, my heart was beating twice as fast and it appeared to me as the most natural thing to help this little, innocent creature out of its miserable situation.

The very same morning, the little red-tigered kitten had been rolled up tight against his mother, or maybe it had been tussling about with its siblings, not having the slightest idea that in the next moment, it would be stuffed into a sticky sack and taken away from them forever. Left outside a vet’s clinic, it was given to a young woman, who had a helplessly big heart for animals.

In the afternoon, the little red-tigered kitten inspected his new home and leaned to appreciate the qualities of human parents. One could just roll up in their lab and be pet for hours. One just had to meow once to be sure of their full attention.With them, one could tussle almost as good as with his siblings and on the second day, they had finally learned that he was a big kitty-boy already and preferred chicken broth over baby-cat milk. It was only these terribly cold drops which they put onto his eyes twice a day and made them look purple that he could have done without.

From one moment to the next, we had become cat-parents and we were busy around the clock. From the very beginning, little Simba made it quite clear that he had no intention in keeping himself occupied for just five minutes or in sleeping anywhere else than on – or between – us in our bed, and that he would amerce every attempt of breaking these rules with unmerciful and demanding meows. There was no escape. We were parents now, and we had to fulfill our parental duties. Nevertheless, it didn’t even take half a day for us to forget that there had been a life without little Simba, before and so we began to do some research. Taking our little kitty back home to Berlin – how wonderful would that be! We would have given a lot to make this happen and we were already considering to change our travel plans.

But it was´t supposed to happen. The strict import requirements of domestic animals into the European Union had not theoretically, but practically made it impossible for us to take such a little cat back home from Bolivia. And on the other hand, there were thousands of moral issues that were running through our heads. Did we really want to do this to him? It was such a long journey across the Atlantic Ocean. Would he feel good at all, being a pet inside a big-city apartment? …

It was soon after that we started to realize how we could not only not take him with us but couldn´t keep him either and realizing that hit us like a rock. Why we had not thought about this earlier, before taking him to our home in La Paz? Well, I could have – but had it changed anything on the fact that he was a helpless little kitty that had urgently needed someone to take care of him?

Whenever it comes to discussing the responsibility we have for our pets, people´s opinions tend to be petty diverse. On the one hand, there is this kind of pet-owners who will get a pet because they think it´s cute but soon after they ship it off, because they realize that they can´t handle it, or maybe they just don´t want to have the responsibility that comes with having a pet in your home. It is the same kind of pet owners that would reply to the question if they would ship off their own children because they couldn´t handle them, claiming that it was not the same, because an animal was different from a human being. This kind of pet-owner would have taken little Simba back to where he came from, hoping that there would be another animal lover to take him into his home, but never thinking about it later on.

Exactly this kind of pet-owners I can´t understand, because I belong to the other kind, who don´t make a difference between human being and animal and who are of the opinion that one has to take the same responsibility for their pet as one does for their own children. If one doesn´t get along well with their own children and feels like the situation is growing over his head, one is still willing to give his best to find a solution to this problem. The same way, it should be with one´s pets, because a pet is just as helpless as a little child and just as irresponsible for its owner´s lack of capability as a child, but it is just as dependent on them.Taking little Simba back to where he came from, hoping another animal lover would give him a good hime wouldn´t have felt any worse to us than giving our own child into an orphanage.

But especially because I have this attitude, I felt a lot of remorse for taking home little Simba, because the way I had acted, hadn´t been any better than the way in which the first kind of pet-owners, whom I have described before, would have taken an animal back home with them, not thinking of the consequences if they could actually take full responsibility for the little kitty. I just wanted to save this cat from its miserable situation and expectedthat everything else would work out either way. I acted impulsively, which one should really never do when it comes to animals! But since I had already made that “mistake,” hoping that I´d do something good, it was now my turn to take responsibility and find a suitable solution to the problem that wouldn´t hurt little Simba.

It all lead to us trying to find a new owner, who would love Simba just as much as we did and to our surprise that went pretty fast. The same day we asked one of Luis´families´ acquaintances, we immediately found the perfect new home for little Simba. Loosing our little kitty-baby after he had just been with us for three days, was terrible for us and we did cry a few tears over our little Simba but the situation had required us to think of his feelings rather than our own. Keeping him longer wouldn´t have been fair to him, because he would have gotten more attached to us and in the end, the separation would have been much worse. And so it happened that after just three days, we fell asleep without a little kitten in our middle, but thinking of how it could have been, if things had been different…

Until today, I feel bad, thinking of how fast we had given up our little kitty and sometimes it feels to me as if we had just been trying to get rid of our responsibility for him. On the other hand, however, I am glad to see him in his happy new home and how much they love him. Within the past few weeks, he has grown quite a deal and his eye infection is gone, now. Our Simba has found the perfect home and what´s best, he didn´t have to cross the Atlantic therefore. In a certain way, we have found the “best solution” for him – and that soothes me a little, but not fully, because I often have to think about what would have happened, if we hadn´t found such a lovely home for him, this fast…

What do you think of taking responsibility for your pets? Would you have acted he same way, if you had been in my situation, or differently? Let me know your opinion!

Saludos&Besitos,

Mandy xx

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