Why is it so hard to eat vegetarian while you travel?

Why is it so hard to eat vegetarian while you travel?

posted in: Stories, Travels | 2

In den letzten Tagen habe ich die Schönheit und Idylle von Kolumbiens “Zona Cafetera” rund um das Dörfchen Salento kennen und lieben gelernt. Hier ist einfach alles so schön grün und so friedlich. Bei einer kleinen Wanderung zur nächsten Kaffeeplantage, kann ich mich einfach nicht sattsehen an den vielen sauber eingezäunten Wiesen mit gut genährten Tieren darauf, die einfach nur ihr Leben genießen. So sollte es überall sein, denke ich mir, doch schon im nächsten Moment überfällt mich die Realität. Die Idylle trügt. Auch diesen friedlich grasenden Weidetieren von hier wird eines Tages ein Ende bereitet werden, damit wir Menschen sie in Form von großen Steaks oder Hamburgern in uns hineinschlingen können. Traurig macht mich dieser Gedanke und mir vergeht der Appetit auf Arepaburger und Co. Auch wenn man sich hier mit dem Gedanken trösten kann, dass die Tiere ein schönes Leben hatten, möchte ich heute lieber mal kein Fleisch essen und besuche stattdessen gemeinsam mit Luis das einzige vegetarische Restaurant des Ortes. 

Seit Jahren schon, schlage ich mich mit der Frage herum, ob ich nicht vielleicht doch lieber Vegetarierin werden sollte, denn die Vorstellung, dass ein Tier nur existiert und nach einem viel zu kurzen Leben qualvoll sterben muss, damit ich es essen kann, gefällt mir immer weniger. Bereits im letzten Jahr habe ich deshalb einen ernsthaften Versuch unternommen, meine Ernährung umzustellen. Ich traf gemeinsam mit Luis die Entscheidung, dass wir Fleisch in Zukunft komplett aus unserer Küche verbannen, es aber in Restaurants, oder bei Familienfeiern, weiterhin essen würden. Ersteres, um nicht komplett auf unsere Lieblingsgerichte verzichten zu müssen(leider lieben wir Hamburger) und Letzteres, damit unsere Eltern und Großeltern, die sich Mühe geben, um uns ein leckeres Essen zu servieren, nicht vor den Kopf gestoßen werden. Wir nannten uns “Teilzeit-Vegetarier” und das klappte auch ziemlich gut. Seit wir jedoch auf unsere Reise aufgebrochen sind, scheint das alles wie vergessen. Während unserer zwei Monate in Bolivien gab es kaum einen Tag, an dem wir kein Fleisch gegessen hätten und es war ja auch alles sehr lecker – gar keine Frage, aber trotzdem plagte mich oft mein Gewissen. Wo sind denn unsere Prinzipien geblieben? Warum kochen wir neuerdings wieder Spaghetti Bolognese in der Hostelküche? Ist es denn wirklich so schwierig, sich auch auf Reisen “halb-vegetarisch” zu ernähren?

Ich glaube das liegt an der Einstellung! Natürlich möchten wir auf unseren Reisen auch probieren, was die lokalen Küchen zu bieten haben, die nun mal gerade hier in Südamerika hauptsächlich Fleischgerichte beinhalten – aber das muss ja nicht bedeuten, dass wir uns ausschließlich davon ernähren! Gerade hier, wo es so viele exotische Obst- und Gemüsesorten zu kaufen gibt, macht es doch erst recht Spaß, sich gelegentlich selbst einen frischen Salat, oder Fruchtshake zu bereiten, anstatt jeden Tag eines der üblichen fünf Gerichte in den üblichen lokalen Restaurants zu essen. Man muss es nur wollen und nicht immer nur zu Hackfleisch und Tomatensoße greifen, nur weil das einfach und schnell zu kochen ist, oder sich am nächstbesten Straßenstand einen Burger holen, weil alles andere teurer ist. Unser erstes vegetarisches Abendessen seit Monaten hat uns so gut getan, dass es uns auch am nächsten Tag wieder zum Veggie Point in Salento gezogen hat. Ohne es zu beabsichtigen, haben wir damit knapp eine Woche Lang kein Krümel Fleisch zu uns genommen und uns hat nichts gefehlt. Im Gegenteil – wir haben sogar mal wieder richtig abwechslungsreiche und sehr interessante Gerichte gegessen und mussten dabei feststellen, dass man gerade hier in Kolumbien oft viel qualitativ hochwertigeres und vor allem mit mehr Liebe zubereitetes Essen bekommt, als in den landestypischen Restaurants. Außerdem fühlen wir uns durch die ausgewogenere Ernährung sogar viel fitter, als zuvor und haben vor allem wieder Lust darauf, uns gelegentlich selbst etwas Frisches zu kochen.

Seit unserem Aufenthalt in Salento besuchen wir wieder regelmäßig vegetarische Restaurants und freuen uns immer wieder über die willkommene Abwechslung von der doch sehr Fleisch- und Reislastigen südamerikanischen Küche, was aber nicht bedeutet, dass wir uns nicht doch gelegentlich einen saftigen Arepaburger auf der Straße gönnen, oder lokale Spezialitäten, wie die berühmte “Bandeja Paisa” hier in Kolumbien probieren. Für unsere weitere Reise nehmen wir uns vor, wieder zu unserem “Halbzeit-Vegetarier”-Dasein zurückzufinden. Dafür werden wir öfter selbst kochen – und das ausschließlich vegetarisch!, aber auch weiterhin die lokalen Restaurants besuchen und gelegentlich ein Fleischgericht verzehren. Auf diese Art und Weise “verpassen wir nichts”, bessern aber zumindest unser Gewissen und steigern durch abwechslungsreiche Ernährung unseren Appetit und unsere Neugier. Und wer weiß, vielleicht schaffe ich ja dann zurück in Berlin doch irgendwann noch den Sprung zur “Vollzeit-Vegetarierin.” ;-)

Wie geht ihr mit dem Thema Ernährung auf Reisen um? Versucht ihr, eure Gewohnheiten von Zuhause aufrechtzuerhalten, oder verliert ihr euch im Genuss der lokalen Küche und denkt nicht weiter darüber nach?

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For the past days, I’ve been enjoying the beauty and Idyll of Colombia’s “Zona Cafetera” around the pretty little town of Salento. Around here, the whole landscape is bright green and so peaceful. During a little hiking trip around the coffee plantations, I cannot get enough of watching well-fed animals inside of neatly-fenced meadows, simply enjoying their life. It should be like that everywhere, I am thinking to myself, but within the next moment reality kicks right back into my mind. … Even the lives of these peacefully grazing animals around here, will come to an end all too soon, so that we human beings can consume them as large steaks or hamburgers, etc. the thought makes me sad and I am loosing my appetite on Arepa burgers and the like. Although I could soothe myself by thinking of the good life, which these animals have probably had around here, I do not feel like having any meat this night and so Luis and I decide to go for the only vegetarian restaurant in town. 

For years, I’ve been dealing with the thought of becoming a Vegetarian, since the mere thought of an animal being raised and killed with the only purpose of me eating it is absolutely repelling to me. In the past year, I’ve already made a serious attempt to change my diet. Together with Luis, we came to the agreement that meat would be banned from our kitchen, completely, but it would still be allowed to have meat dishes at restaurants or family events. The first, so we didn’t have to miss out on our favorites(unfortunately we love hamburgers) and the ladder because we don’t want to put off any of our family members who have been trying their best to serve us a great meal. We called ourselves “part-time-vegetarian” and it worked pretty well for quite a while. Ever since we had started out on our journey, however, all of this seemed forgotten. During our two months in Bolivia, there was hardly a single day that we wouldn’t have any meat and it was all really good – no doubt about that, but nevertheless, I was constantly plagued by my bad conscience. What about our principles? Where have they gone? Why are we making Spaghuetti Bolognaise, again? Is it really that hard to eat “half-vegetarian” while you travel?

Well I think, that’s a matter of attitude! Of course, on our travels, we want to try what the local cuisine has to offer, which, as a matter of fact, does contain a lot of meat dishes here in South America – but that does not necessarily mean to live of local dishes, only. Especially around here, where one can buy so many different kinds of exotic fruit and vegetables, it’s actually a lot of fun to prepare a fresh salad, or fruit shake, every one in a while, instead of having the same 5 usual dishes at the same kind of local restaurant each single day. One only has to want to do it, and not give in to buying ground beef and tomato sauce, because that’s easy to cook, or getting a hamburger on the street, because it has the most economic price. Our first vegetarian dinner in months has been so good on us that we went to Veggie Point in Salento again, on the next day. Without actually intending to do so, we hadn’t had any meat for a whole week back then, and we weren’t even missing it. On the contrary – we got to try lots of varied and interesting dishes and had to come to the conclusion that especially here in Colombia, you’re more likely to get qualitative food that is made with real passion at vegetarian restaurants instead of the typical local ones. Moreover, we felt more energetic and finally got the inspiration to cook ourselves something fresh every now and then.

Ever since our stay in Salento, we’ve been visiting vegetarian restaurants on a regular basis and welcome the opportunity go have a change from the typical meat- and rice dishes of the traditional South American cuisine, which doesn’t mean, however, that we’re not indulging on savory arepa burgers, or trying local dishes, such as the famous “Bandeja Paisa” here in Colombia. For the remaining time of our journey, we are trying to get back to our “part time-vegetarian” lifestyle. Therefore, we’re willing to cook for ourselves more often – vegetarian without any exception!, but also continue to visit the local restaurants and have a meat dish from time to time. In this way, we won’t “miss out on anything” but we will improve upon our conscience and and raise our appetite and curiosity by eating varied foods. And who knows, maybe I’ll take the step to becoming a “full time vegetarian”, once we get back to Berlin, later this year ;-)

How are you dealing with your eating habits while you travel? Do you follow your regular diet, or do you loose yourself by indulging into local cuisine, without actually thinking about it much?

Saludos&Besitos,

Mandy xx

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2 Responses

  1. very nice post, i certainly love this website, keep on it

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